Der Raushlkorb beim „Inside Out Project“

Der MGG-Kurzfilm „Rausaushorb“, den die Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses Bildende Kunst des MGGs im Sommer 2013 mit ihrer Kunsterzieherin Christiane Dette und dem Filmemacher Harald Weiß gedreht haben, beteiligte sich am internationalen „Inside Out Project“. Lesen Sie hier.

Rausaushorb

  • Rausaushorb 1
  • Rausaushorb 2
  • Rausaushorb 3
  • Rausaushorb 4
  • Rausaushorb 5

Bericht über den Video-Workshop 2013 des Neigungskurses Bildende Kunst der Kursstufe 1 von Frau Dette am Martin-Gerbert-Gymnasium in Horb Schuljahr 2012-13.

Videoprojekt-Jubiläum 2013! Am Ende der zehnten Kooperation zwischen der Kunstlehrerin am Martin-Gerbert-Gymnasium Horb Christiane Dette und dem Tübinger Filmemacher Harald Weiß steht ein von 7 Schülerinnen und einem Schüler in Christiane Dettes Kunst-Neigungskurs produzierter Film mit dem Titel ‚Rausaushorb’. Der Film ist neunzehn Minuten lang, geschnitten in vier Vormittagen, gedreht innerhalb und außerhalb der Schulzeit in sieben Vor- und Nachmittagen. Die Drehs von den Schülern selbst organisiert, Kamera und Mikrofon von den Schülern selbst bedient, die Interviews von den Schülern selbst geführt. Beim Schnitt ist etwas mehr Führung notwendig; woher auch sollen Sechzehn- bis Achtzehnjährige die dramaturgischen und ästhetischen Notwendigkeiten der Filmmontage kennen. Aber: die Schüler lernen schnell, entwickeln das Auge und das Gespür für die beste, die schönste, die sinnvollste Einstellungsfolge. Stundenlang sind die Schüler bei der anstrengenden Montagearbeit mit ihren Sinnen und ihrer Kreativität dabei und helfen mit, aus dem von ihnen geplanten und gedrehten Film einen sehr guten Film zusammen zu schneiden. Das Thema: Fehlende Freizeitangebote für Jugendliche in Horb. Kein Kino, kein Freibad, keine Disco, keine Kneipen. Wer in Horb jung ist, gestaltet seine Freizeit außerhalb von Horb. Das sind die Erfahrungen und die Wahrnehmung der Schüler, das soll im Film thematisiert werden. Dazu werden Jugendliche innerhalb und außerhalb der Schule befragt, der Betreiber des Kiosk am ehemaligen Freibad, der Oberbürgermeister, der Leiter des Jugendreferats, der Betreiber eines großen Biergartens, der Besitzer des ehemaligen und vor dem Abriss stehenden Kinos. Die Schüler fragen, hören zu und sammeln Informationen. Und sie fordern, beispielsweise Lösungen vom Oberbürgermeister. Und sie engagieren sich. Sie engagieren sich, indem sie Interviews führen und das Problem des fehlenden Freizeitangebots medialisieren, filmisch thematisieren. Und sie engagieren sich, indem sie sich an einem internationalen Kunstprojekt beteiligen und ihr Problem in dieses Kunstprojekt einbringen. Das ‚Inside-out-Project’ des Künstlers J.R. ist ein partizipatives Kunstwerk, bei dem jeder, der an diesen Projekt teilnimmt, sein individuelles Problem thematisiert und in Gestalt von Portraits publiziert. Die Partizipation der Horber Kunst-Neigungskurs-Schüler bestand darin, ihre Portraits an der Außenfassade des Horber Kinos anzubringen und dadurch auf das geschlossene Kino als pars pro toto für das desolate Freizeitangebot für Jugendliche in Horb hinzuweisen. Die Partizipation am ‚Inside-Out-Project’ war die Idee der Schüler; auch die Integration des ‚Inside-Out-Projects’ in den Film, war die Idee der Schüler. Das Ergebnis ist ein Cross-Film-Kunst-Werk. Sehenswert der Film, sehenswert die Portraits am Kino, bewundernswert das Engagement der Schüler.

Text: Harald Weiß
Photos: SchülerInnen des Kurses
Eingestellt am 20. 9. 2013

Nach oben

© 2006-2017 Martin-Gerbert-Gymnasium Horb