Konfliktmanagement am Martin-Gerbert-Gymnasium

(beschlossen von der Schulkonferenz am 21.07.2015)

Die Intention

Eltern, Schüler und Lehrer haben zum Umgang mit Konfliktsituationen gemeinsam ein Konzept entwickelt, das hier erläutert wird. Grundlage dabei ist unser Leitbild:

 „Das Martin-Gerbert-Gymnasium ist ein Ort gemeinsamen Lebens und Lernens. SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern […] begegnen einander mit Respekt und Toleranz und übernehmen Verantwortung für den Einzelnen und die Gemeinschaft. Sie unterstützen und fördern gemeinsame Ziele durch vertrauensvolle Zusammenarbeit […].
SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern fördern Vertrauen und Toleranz und wehren sich gegen Gewalt, Diskriminierung, Mobbing und Rassismus.“

 Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sich Konflikte zwischen Eltern oder Schülern und Lehrerinnen oder Lehrern ergeben. Häufige Anlässe hierfür sind unterschiedliche Auffassungen über Noten, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen oder Leistungsanforderungen. Ein Großteil dieser Konflikte ist im Gespräch lösbar. Nur ein geringer Teil ist so gravierend, dass sofort formale Beschwerdewege beschritten werden müssen. Eine Lösung im Gespräch setzt allerdings voraus, dass die Beteiligten daran interessiert sind und dazu bereit sind, den Konflikt mit einer konstruktiven Grundhaltung als Chance zur Weiterentwicklung aller zu sehen.

 Das Vorgehen

Der Grundgedanke des Konfliktmanagements am Martin-Gerbert-Gymnasium be-steht darin, eine Klärung von Konflikten zunächst in dem Personenkreis zu suchen, in dem  sie auch entstanden sind.

  • Liegt ein Konflikt vor, bewerten Sie sachlich, welchen Schweregrad er hat. Prüfen Sie ehrlich und ruhig, ob sich eine Konfliktaustragung tatsächlich lohnt. 
  • Sind Sie zum Schluss gekommen, dass ein ernsthaftes Problem vorliegt, suchen
  • Sie den direkten Kontakt mit dem Konfliktpartner. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Gesprächsführung (s. Anlage 1)
  • Wenn dieser erste Lösungsversuch scheitert, wird die Gesprächsrunde gemäß der Übersicht erweitert. Der Personenpool stellt einen Vorschlag dar und kann von den Betroffenen ergänzt werden.

Ein Moderator / Eine Moderatorin

Es kann hilfreich sein, dass ein Moderator das Gespräch leitet. Wenn die Betroffenen zu dieser Einschätzung gelangen, einigen sie sich auf einen Moderator als Ge-sprächsleiter. Er kann aus dem Personenpool ausgewählt werden, es kann aber auch eine andere Person sein.

Eine Moderatorenausbildung haben absolviert:

  • der Beratungslehrer der Schule im Rahmen seiner Ausbildung
  • die Streitschlichterlehrer und –lehrerinnen
  • die Abteilungsleiterinnen

 

Die Hinweise zur Gesprächsführung

a) Gesprächsvorbereitung

  • Absprachen zu Termin, Raum und Teilnehmern treffen
  • Absprachen zur Anfertigung einer Gesprächsnotiz, eines Ergebnisprotokolls oder einer Zielvereinbarung treffen (Mustervorlage siehe Anlage 2)
  • inhaltliche Vorbereitung auf die Struktur des Gesprächs (Empfehlung siehe Anlage 1)

b) Gesprächsdurchführung

  • ggf. Protokollführung bedenken
  • Eine kurze Gesprächsnotiz wird empfohlen, die die Beteiligten erhalten.
  • Gesprächsstruktur beachten (siehe Anlage 1)

c) Gesprächsabschluss

  • Entscheidung darüber, ob eine Problemlösung erreicht wurde oder ein Gespräch auf der nächsten Ebene notwendig ist, treffen
  • Entscheidung über Unterzeichnung einer Zielvereinbarung
  • Ab der Stufe 2 erhält in der Regel jeder Gesprächsteilnehmer eine Gesprächs-notiz bzw. ein Ergebnisprotokoll

Hier noch einmal die Übersicht zur Konfliktlösung am MGG.


eingestellt am: 01.09.2015

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