Der Torbogen an der Wand

Viele Besucher des MGGs wundern sich oft, was es mit diesem unbegehbaren Torbogen auf sich hat. Seine Geschichte geht bis in das Jahr 1406 zurück. Der Horber Bürger Egg und seine Frau Lugg stifteten damals diese Türumrahmung dem Horber Spital, welches damals als Backhaus genutzt wurde. 1759 wurde es dann abgerissen und ein neues, größeres Gebäude wurde errichtet, welches nicht nur als Backhaus, sondern auch als Altersheim genutzt wurde. Der Torbogen überlebte aber diesen Abbruch und wurde auch weiterhin verwendet.

1774 richtete man dort die ersten Klassenräume ein. Zwischen 1774 und 1838 wurde dieses Gebäude jedoch kurzfristig als Unterbringung der Spitalkanzlei und als Wohnung des Spitalverwalters genutzt, bis dann 1838 das Gebäude vollständig als Schulhaus für alle Schularten an die Stadt Horb a.N. vermietet wurde. Ab 1880 wurde dann dort die Kleinkinderschule untergebracht. Im Jahre 1890 kaufte die Stadt Horb das Gebäude, um den Erhalt der Kleinkinderschule zu sichern. 1920 fand die Umwandlung zur Latein- und Realschule statt. Aus dieser entstand dann 1937 die Oberschule für Jungen. Ab 1945 ließ man dort auch Mädchen zu.

Egal zu welchen Verwendungszwecken man das Gebäude nutzte, man betrat es immer durch diesen alten Torbogen.

1957 wurde die Schule an den Platz des heutigen MGGs verlegt. Das alte Schulgebäude blieb noch einige Zeit bestehen und wurde unter anderem zur Unterbringung von Gastarbeitern genutzt, bis dann 1978 das ganze Gebäude endgültig abgerissen wurde. Doch unser Torbogen überlebte diese Abbruchaktion ein zweites Mal, und da er aus wieder verwendbarem Sandstein besteht, wurde er über Jahrzehnte unbeachtet in einem Schuppen gelagert, weil man dachte, dass man ihn bestimmt noch einmal wieder verwenden könne. In der Mitte der 90er Jahre wurde er dann wieder entdeckt und als Erinnerung an die Entwicklung unserer Schule an der Ostfront des Gebäudes angebracht.

Sandra Wacker und Isabell Weihing, 19.07.05

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